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Triptychon von Jean-Pierre Ponnelle

Im Sommer 2025 durfte sich das Augustiner-Chorherrenstift St. Florian über eine besonders wertvolle Schenkung für die Grafische Sammlung freuen: Aus dem Familienbesitz Ponnelle wurde dem Stift der schwarz-weiße Entwurf zu einem Triptychon (in der Größe des Originals 265 × 657 cm – Kohle auf Pergamentpapier) von Jean-Pierre Ponnelle (1932–1988) übergeben. Es ist dem Stift eine große Ehre, dieses besondere Stück als Geschenk erhalten zu dürfen.

Ponnelle ist vor allem als international bedeutender Bühnenbildner sowie Theater-, Opern- und Opernfilmregisseur bekannt. Weniger bekannt ist, dass er auch eine künstlerische Ausbildung bei Fernand Léger erhielt. Der Entwurf entstand im Zusammenhang mit einem Auftrag während seiner Militärzeit: Ponnelle erhielt damals die Aufgabe, ein Triptychon für eine Militärkirche zu gestalten. Das Originaltriptychon (auf Holz, mit selbst gemischten Farben; 265 × 657 cm) befindet sich heute im Eigentum des französischen Staates und hängt in einer Militärkapelle in Évreux (Normandie). Der Entwurf in Originalgröße blieb in Familienbesitz und kam nun als Schenkung nach St. Florian.

Am 22. Juli 2025 traf das Werk im Stift ein und wurde noch am selben Tag im Seminargang aufgehängt, wo es seither ausgestellt ist. Auch wenn die Neue Galerie und die Altdorfer-Galerie bis 2027 für künftige Ausstellungen schrittweise adaptiert werden, ist das Werk bereits jetzt für Besucherinnen und Besucher zugänglich. Bei Benefizveranstaltungen für die Grafische Sammlung konnte das Stift das beeindruckende Kunstwerk bereits rund 240 Gästen näherbringen – verbunden mit der besonderen Geschichte seiner Entstehung und Herkunft.

Ein besonderer und herzlicher Dank gilt seinem Sohn Pierre-Dominique Ponnelle für diese großzügige Schenkung. Ein aufrichtiges Vergelt’s Gott für dieses Zeichen der Verbundenheit und für den wertvollen Beitrag zum Erhalt und zur Weitergabe kulturellen Erbes.

Stiftstraße 1
Lageplan
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