300 Jahre Jakob Prandtauer
300 Jahre Jakob Prandtauer
Ausstellung im Stift St. Florian bis 31. Oktober 2026
Vor 300 Jahren starb Jakob Prandtauer, einer der bedeutendsten Baumeister des österreichischen Barocks. Im Augustiner-Chorherrenstift St. Florian ist sein Wirken bis heute eindrucksvoll sichtbar – nicht nur in Mauern und Fassaden, sondern vor allem in einer meisterhaft inszenierten Folge von Räumen.
Das große Stiegenhaus ist weit mehr als ein Weg nach oben. Stufen, Bögen, Säulen und wechselnde Blickachsen verbinden sich zu einer Architektur in Bewegung. Mit jedem Schritt verändert sich der Raum: Enge und Weite, Licht und Schatten, Nähe und Ferne treten in ein spannungsvolles Spiel. Prandtauer führt den Blick, überrascht mit neuen Perspektiven und macht den Aufstieg selbst zum Erlebnis.
Am Ende dieser barocken Raumdramaturgie öffnet sich der Marmorsaal. Ab 1718 nach Prandtauers Plänen geschaffen, war er für den Empfang kaiserlicher Gäste bestimmt – als weltliches Gegenstück zur Basilika. Seine monumentalen Maße, der festliche Stuckmarmor und das beeindruckende Deckenfresko lassen Architektur, Malerei und Ausstattung zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen.
Anlässlich des Prandtauer-Gedenkjahres lädt das Stift St. Florian dazu ein, Stiegenhaus und Marmorsaal mit neuen Augen zu entdecken – und einem Baumeister zu folgen, der Räume nicht nur entwarf, sondern Erlebnisse komponierte.
Originaldokumente in der Stiftsbibliothek
Im Zuge einer Führung können in der Bibliothek ausgewählte Originaldokumente besichtigt werden, die einen besonderen Einblick in die Geschichte und Baukunst jener Zeit geben.
Prandtauer „to go“
Zusätzlich laden frei zugängliche Ausstellungstafeln am Prälatengang dazu ein, sich auch außerhalb einer Führung mit Jakob Prandtauer und seinem Wirken im Stift St. Florian zu beschäftigen.
Die Ausstellung ist bis 31. Oktober 2026 zu sehen.



