Aktuelles zur Bibliothek

Die Tätigkeitsberichte für Stiftsarchiv, Musikarchiv und Kunstsammlungen erscheinen jährlich gedruckt im Jahrbuch der Österreichischen Augustiner-Chorherren-Kongregation.

Der US-amerikanische Bibliotheken-Experte George M. Eberhart hat die Stiftsbibliothek St. Florian in eine Liste der 250 großartigsten Bibliotheken der Welt aufgenommen. Die New Yorker Fachzeitschrift „Architectural Digest“ hat im Novemberheft 2013 die Stiftsbibliothek St. Florian unter die 15 außergewöhnlichsten Bibliotheken der Welt gereiht.

http://religion.orf.at/stories/2588581/

www.architecturaldigest.com/architecture/2013-11/most-beautiful-libraries-trinity-college-mushashino-bodleian-sainte-genevieve-article

Historische Ansichtskarten Im Anschluss an die Sonderausstellung "Mit freundlichen Grüßen..." 2008 wurden in Zusammenarbeit mit den OÖ. Landesmuseen und dem OÖ. Landesarchiv 16.700 Ansichtskarten mit Oberösterreichmotiven digitalisiert und können im Internet unter der Adresse DORIS (Fachinformation/Kunst und Kultur/Digitaler OÖ. Kulturatlas/Themen/Burgen, Schösser, Ruinen/ Suche nach historischen Ansichten) betrachtet werden. Hoch aufgelöste Kopien sind bei der Stiftsbibliothek St. Florian erhältlich. Neue Publikationen Friedrich Buchmayr, Ein Ort von Welt. 13 europäische Reisende erleben das Stift St. Florian. Regensburg: Schnell & Steiner 2014. Hardcover, 200 Seiten, 14 x 22 cm, 13 Schwarz-Weiß-Abbildungen. ISBN: 978-3-7954-2906-5. Preis: 25,70 Euro.Das prächtige Augustiner Chorherrenstift St. Florian zählt zu den bedeutendsten und ältesten Erinnerungsorten Österreichs. In einer Mischung aus historischer Erzählung und Originaltexten schildert das Buch 13 faszinierende Besucher des Stiftes. Zur bunten Gästeschar zählen ein Kaiser (Maximilian I.), ein Papst (Pius VI.) und eine rebellische Autorin (Helmina von Chézy). Ein bayerischer Schreiber vollendet 819 das erste datierte Buch Österreichs. Ein Zisterzienser bedrängt die eingemauerte Mystikerin Wilbirg mit einem unmoralischen Angebot. Wie erlebt ein zugereister Taglöhner den barocken Stiftsneubau? Hat der Starorganist Georg Joseph Vogler 1805 wirklich den Stiftsorganisten zu einem Nacktkonzert inspiriert? Auf den Europawanderer Patrick Leigh Fermor folgt zuletzt Claudio Magris aus Triest.

Johann Holzinger, Friedrich Buchmayr (Hg.): Augustiner Chorherrenstift St. Florian. Fotos von Constantin Beyer. Regensburg: Schnell und Steiner 2009. (Große Kunstführer Band 239). 64 Seiten mit 52 Farbabbildungen und 2 Grundrissen. ISBN: 978-3-7954-2130-4. Preis: 10,20 EUR.
Diese Ausgabe ist auch im Online-Shop erhältlich.
Das Augustiner Chorherrenstift St. Florian zählt zu den eindrucksvollsten Barockanlagen Österreichs. Die Beiträge von Johann Holzinger, Karl Rehberger, Ferdinand Reisinger, Klaus Sonnleitner, Harald Ehrl, Thomas Korth und Friedrich Buchmayr geben Einblick in die 1700-jährige Hausgeschichte und beschreiben die wertvollen Sammlungsbestände. Sie werden von hervorragenden Fotografien von Constantin Beyer illustriert.

NEU: englische Version
Johann Holzinger, Friedrich Buchmayr (ed.): Augustinian Collegiate Foundation St. Florian. Photos by Constantin Beyer. Translation by Joseph Swann. Regensburg: Schnell & Steiner 2014. ISBN: 978-3-7954-2935-5. € 10,20.

Karl Rehberger, Christiane und Johannes Wunschheim, Bibliographie zur Geschichte des Stiftes St. Florian, Linz 2006 (=Ergänzungsband zu den Mitteilungen des Oberösterreichischen Landesarchivs 12). 490 Seiten, ISBN 3-900-31381-4, Preis € 28,-- Band 2: 2000-2010 - PDF Download Friedrich Buchmayr, Karl Rehberger, Friedrich Simader: Die Riesenbibel von St. Florian. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt 2008. 85 Seiten mit 24 Farbtafeln und 23 Schwarz-Weiß-Abbildungen, Format: 22,5 x 28 cm, Broschur, ISBN 978-3-201-01886-9. € 9,90. Die Riesenbibel von St. Florian, gegen 1150 im oberösterreichischen Augustiner-Chorherrenstift entstanden, zählt mit ihren 66 x 48 cm zu den größten in Österreich erhaltenen Handschriften. Sie folgt einem im Rahmen der Gregorianischen Reform in Italien entwickelten neuen Buchtyp, der die Stellung der Bibel als Buch der Bücher u. a. bereits äußerlich durch das imposante Format zum Ausdruck bringen wollte. Einem entsprechenden Vorbild sind auch Teile der Ausstattung verpflichtet. Bestimmendes Element sind große, manchmal die gesamte Buchseite einnehmende und damit über einen halben Meter hohe farbenfrohe Deckfarbeninitialen, die nach einer italienischen Vorlage kopiert wurden. Dazu kommen Miniaturen und variantenreicher Initialdekor, die in der Tradition des süddeutsch-bayerischen Raums stehen. Mit diesem unvermittelten Nebeneinander von italienischen und einheimischen Formen nimmt die Handschrift in der romanischen Buchmalerei nördlich der Alpen eine Sonderstellung ein.Ungewöhnlich ist auch die weitere Geschichte der Riesenbibel. Einträge verschiedener Zeiten belegen zunächst die jahrhundertelange Verwendung im Stift St. Florian. Spätestens im 15. Jahrhundert wurden jedoch unter ungeklärten Umständen zahlreiche Blätter aus der Bibel entfernt. Davon können nun zumindest einige wenige in anderen österreichischen Sammlungen nachgewiesen werden.