Marmorsaal – imperiale Pracht

Der Marmorsaalpavillon in der Mitte des Südflügels bildet mit seinem auf einem Attikageschoss ruhenden mächtigen Mansarddach und den reich geschmückten Fassaden nicht nur den architektonischen Höhepunkt des Prälatenhofes, sondern auch das weit in die Lanschaft wirkende Haupt der Klosteranlage.

Der Saal hat seinen Namen von dem braunroten und weißlich grauen Marmor bzw. Stuckmarmor des Fußbodens und der Wände. Jakob Prandtauer schloss 1719 den Rohbau ab und vollendete 1722 das Saaldach. Das monumentale Deckenfresko von Bartolomeo und Martino Altomonte verherrlicht Kaiser Karl VI., der in der Gestalt Jupiters seinen Fuß auf einen besiegten Osmanen setzt und die Huldigung durch die wieder vereinigten Länder Österreich und Ungarn entgegennimmt.   

Noch heute werden in diesen Räumlichkeiten Feste und vor allem auch Konzerte veranstaltet und lädt die Besucher zu einem Ohren- und Augenschmaus ein.