Überlegungen zum Hl. Florian

Wer über FLORIAN forscht oder redet, hat es (auch) mit einer 1700-jährigen Tradition zu tun; in manchem geht die Substanz noch weiter zurück (z.B. bis zu biblischen Berichten), anderseits legt jedes Jahrhundert (gerade zu Jubiläen) noch eine Schicht auf die Vermittlungsgeschichte drauf; in 1700 Jahren ist dem Heiligen vieles zugewachsen.

1. Überlegungsgang: Zum Umgang mit dem historischen FLORIAN

Weil es aber nicht nur um eine interessante geschichtliche Persönlichkeit geht, sondern um das Zeugnis eines glaubenden Christen, das in eine Verehrungsgeschichte (weit über den Tod hinaus) einmündete, und weil es um ein Gemeinschaftserleben geht (bei FLORIAN und seinen Gefährten, mehr aber noch in der kirchlichen Verehrung), darum wird Verständigung über konkrete Sachverhalte und Tatsachen zu einer schwierigen Angelegenheit.

Wir wissen aus verantwortungsvollem Umgang mit alten Texten, allem voran mit der Bibel, wie schwer frühere Realitäten (wie es wirklich war) rekonstruierbar sind; aber die moderne Auslegungswissenschaft lehrt uns auch, dass das Interesse, das allein danach fragt, wie es wirklich war, in die Irre führt. Und ist das für unser Interesse im Hier und Heute wirklich das Bedeutende? Wollen wir Auskünfte über gewesene Partikel, oder ein Gesamtbild dessen, was vom Gewesenen und Gewordenen heute wichtig ist?

Für die Kanonbildung der biblischen Schriften, also für die Festlegung darauf, was zum verbindlichen Traditionsgut gehört, wurde festgelegt, dass die Glaubenserfahrung der ersten Generation von Zeugen maßgebend sei, also das, was schon durch ein Filter der Verarbeitungs- und Weitergabegeschichte gegangen ist: Was die Zeugen im Glauben überkommen und übernommen haben, ist für die Traditionsgeschichte bedeutsam; darum sind - im katholischen Verständnis - Schrift und Tradition, die Bibel und die Weitergabe in der Kirche orientierungsweisend.

Ich hoffe, in meinem Geschichtsverständnis nicht allzu irre zu gehen, wenn ich sage: auch für den Umgang mit Heiligen muss auf beides gehört werden: auf die historischen Fakten und auf die Weitervermittlung; guter Umgang mit Geschichte interessiert sich für Ursprungsfakten; aber auch die Weitergabegeschichte birgt interessante Potenziale, weil sich in der Fortführung des Impulses der Kern durchhält, ja erst entfaltet, und weil den jeweiligen Zeitläufen entsprechend die Geschichte je neu verstanden, interpretiert und expliziert wird.

Darum geht es in dieser Reflexion um den harten Kern, der aber gleichsam eingefaltet ist und der in ein mehr oder weniger liebevoll und kunstvoll gewirktes Tuch des Erzählens eingewickelt ist, das streckenweise den Charakter des Legendären, möglicherweise auch der Perversion und Persiflage in sich trägt (z.B. im so unrühmlichen "Florianiprinzip").

Mir scheint darum für unseren Überlegungsgang der folgende Aufbau sinnvoll:

1. In kurzen Worten soll etwas gesagt werden über die Quellenlage: Was können wir annehmen, dass die Geschichte von FLORIAN wirklich hergibt - da wir doch keine Geburtsurkunde und auch kein schriftliches Todesurteil von Anfang Mai 304 vorweisen können? Mit andern Worten heißt dies: was sind die ältesten Nachrichten, und wie ergiebig sind diese? Es sind keine zuverlässigen (Polizei-) Protokolle, sondern liturgische und geistliche Texte. Was vermitteln sie an und über Historie, wenn man sie in ihrem literarischen Charakter ernst nimmt ...?

2. Daraus wird in wenigen Strichen und kurzen Sätzen zusammengefasst, wie sich der Prozess um FLORIAN und die LORCHER MARTYRER in der diokletianischen Verfolgung abgespielt hat. Wie war das mit seinem/ihrem Martyrium - um das sich ja die ganze Story und Entwicklung dreht?

3. Im nächsten Schritt bekommt die Informationsquelle ein anderes Kolorit: Träume spielen eine Rolle, Wunder passieren, legendäre Elemente beginnen das Basisereignis zu umranken. Gemeint sind die Erzählungen von der Bergung des Leichnams durch eine Witwe namens Valeria, seine Überführung und Bestattung.

4. Die FLORIANS-Tradition - in den ältesten tradierten Quellen - macht uns freilich nicht die Freude, dass wir mit dem Fortgang der Geschichte auf festeren Boden gestellt würden. Denn über die Mitteilung hinaus, dass sich an seinem Grab zahlreiche Wunder ereignen, gibt es dann nicht viele Anhaltspunkte. Der historische FLORIAN entzieht sich gleichsam dem neugierigen und habsüchtigen Zugriff:
Reliquien sind an der (angenommenen) Stätte seines Begräbnisses nicht vorzeigbar. Sind sie irgendwann irgendwohin transferiert worden …? Im Umfeld seines Martyriums wird er weiter - auf hohem kultischem Niveau - verehrt, auch wenn andernorts Reliquienkulte anheben (zumal in Oberitalien und in Polen).
Reliquien von Heiligen haben ihre eigene Geschichte, man möchte fast sagen ein Eigenleben. Die historische Zuverlässigkeit wird dabei oft umgekehrt proportional zur beschworenen Echtheit (dass es sich um genau diese/n Heilige/n handelt); je unsicherer diese Authentizität tatsächlich wird, umso überzeugter wird anscheinend an ihrer Echtheit festgehalten, d.h. an die besondere Präsenz in diesen sterblichen Überresten geglaubt.

5. In der Verehrungsgeschichte, besonders in literarischen Traditionen kommt es häufig zu einem (eher unbeabsichtigten als gewollten) Prozess von Mythenbildung: es kommt zu Ausgestaltung der Heiligenvita zu einer vollständigen biografischen Skizze bis zurück in die Kindheit. Je weniger tatsächlich fassbar ist, umso mehr wird in fromm beflügelter Phantasie dazugeschmückt und angedichtet. So bringt die Adoration manche Blüten hervor, die viel aussagen über ihre Entstehung in der jeweiligen Zeit, aber nur noch ganz wenig über den gültigen und wirklichen Kern.

So sind auch zugeschriebene Schutzherrschaften, Patronate eher ein Angebinde der jeweiligen Zeit. Das darf keineswegs als illegitimes Manipulieren von Heiligen missdeutet werden; jedes Jahrhundert hat seinen Umgang mit Vorbildern und Schutzpatronen, macht sich ein Bild von früheren historischen Ereignissen und Personen, kleidet sie für die jeweilige Zeit ein. Eine kritische Durchleuchtung derselben tut freilich dann Not, wenn offenkundig wird, dass das verehrte Bild mit dem Original nur noch wenig oder gar nichts mehr zu tun hat.

Das Patronat unseres verehrten Heiligen hat in unseren Tagen ein ziemlich eindeutiges Erscheinungsbild: FLORIAN gilt als Helfer in Feuer- und Wassergefahren, dementsprechend wird er - ikonographisch leicht erkennbar - dargestellt. Die kritische Analyse brachte freilich an den Tag, dass dieses Bild nicht durchgehend nachweisbar ist, dass FLORIAN in früheren Jahrhunderten für andere Notfälle als Helfer angerufen wurde, und dass ihm das Feuerpatronat erst am Ende des Mittelalters zu eigen wurde.

Die Frömmigkeitsgeschichte zeigt uns, dass es passieren kann, dass die Verehrung bisweilen vom Original abgleitet, durch (Lese-) Irrtümer und (Urkunden-) Fälschungen ausufert (z.B. die Hl. Ursula mit den 11.000 Gefährtinnen). Es ist gut und notwendig, wenn historische Entwicklungen nachgezeichnet und offengelegt werden, wenn Abweichungen und Sprünge diagnostiziert werden; das ist auch deswegen ratsam, weil die Urfassung bzw. das Original des Heiligen zumeist mehr zeigt und hergibt als die x-te Ausschmückung und Übermalung ...
Kurzum: Aufgabe für historisch Interessierte ist es, zu einer möglichst gesicherten Quelle vorzustoßen, das tatsächlich Wissbare klar- und darzulegen, den Erkenntnisstand zu optimieren - auch wenn der letzte (und doch immer vorläufige) Befund oft bescheiden(er) anmutet im Vergleich mit dem, was man glauben möchte. Aber im Kern liegt meist die wirkliche, die größte Überzeugungskraft. All das, was sich um dieses Zentrum gesammelt und entwickelt hat, ist nicht uninteressant (es hat ja auch eine Wirk-lichkeit und Wirk-kraft in sich); aber es kann und soll nur relatives Gewicht haben; relativ ist zunächst gemeint im quantitativen Sinn: das Accessoire darf nicht wichtiger werden als das Substantielle; noch bedeutsamer aber ist es, dass relativ im Wortsinn (d.h. eigentlich relational) gesehen wird: nur in Relation zum Kern liegt das berechtigte Gewicht des Dazukommenden; nur dann ist die spätere Entfaltung authentisch und gültig, wenn sie sich sinnvollerweise auf die Wurzel zurückführen lässt. (Dass dies beim Feuerpatronat des Feuerwehrheiligen der Fall ist, getraue ich mich anzunehmen).

Aber stellen wir uns nach diesen Gedanken zum allgemein Historischen nochmals der zugedachten Aufgabe: einen möglichst zuverlässigen Befund über die Gestalt des FLORIAN (und seiner Gefährten in Lauriacum) darzulegen; ich möchte mich freilich nochmals dagegen verwehren, in ein historizistisches Eck gedrängt zu werden: Auskunft geben zu können wie es wirklich war - denn auf diese Erwartung ist eine Antwort schlichtweg unmöglich ...; es geht um ein Maximum bzw. Optimum an wahrscheinlicher Tatsächlichkeit bzw. tatsächlicher Wahrscheinlichkeit.

Ich lasse mich also bei meiner Analyse und Deutung (und es geht immer um beides) von einem Geschichtsverständnis leiten, das ich dem deutschen Philosophen und Religionswissenschaftler Richard Schaeffler verdanke (in seinem Buch "Einführung in die Geschichtsphilosophie", Darmstadt 1980); mit ihm sehe ich Geschichte als "Abfolge von Veränderungen menschlicher Lebensverhältnisse, sofern sie für uns durch Interpretation von Zeugnissen rekonstruierbar ist" (Seite 6). Die Geschichte des FLORIAN wird dabei nicht nur als seine Lebens-, Leidens- und Todesgeschichte gesehen, sondern auch als seine Fortlebens-Geschichte als Heiliger; und er wird dabei sichtbar als der in eine Gruppe von Glaubenden Eingebundene; ebenso wird seine Traditio im Umfeld von vielen Menschen, d.h. von Kirche lokalisiert; darüber hinaus wirkt er auch mit seinen Funktionen als politischer Heiliger; und natürlich steht er in der Verehrung durch das einfache Volk (das sich möglicherweise nicht einmal mehr als gläubig und kirchlich versteht und ihn doch bewundert ...)!

Der Zunft der Historiker, näherhin der Kirchenhistoriker, ist zuzutrauen, dass sie in redlicher (Klein-) Arbeit um zuverlässige Geschichtsdeutung bemüht sind (z.B. wie etwa am Symposion am 1./2. Mai 2003: FLORIAN - Tradition und Botschaft (schon in Druck erschienen)), dass sie inmitten aller Detailakribie auch darum bemüht sind, die Spannungen zwischen geschehener und gesehener Geschichte mitzubedenken: was (früher einmal) geschehen ist und was (jetzt, im Nachhinein) gesehen werden kann, ist nicht als identisch anzusehen oder einfach zur Deckung zu bringen.

Das inkludiert: nicht nur die Fülle des Geschehenen wirft Erkenntnisprobleme auf, sondern auch unsere heutigen Sehbedingungen, d.h. die methodischen Voraussetzungen. Sind wir heute in der Lage, wirklich zu sehen und zu erkennen, wer FLORIAN war und was sein Zeugnis besagen will …? Welchen FLORIAN wollen/sollen wir finden?

2. Überlegungsgang: (Vorsichtige) Aussagen über die historischen Grundlagen

In einem zweiten Anlauf wird versucht, in einzelnen Schritten die historischen Grundlagen über FLORIAN zu explizieren: nicht so sehr problematisierend als (möglichst schlicht) referierend:

1. Die Quellen:

Woher haben wir überhaupt ein zuverlässiges Wissen über FLORIAN und die damaligen Geschehnisse in Ufernorikum, näherhin in Lauriacum?

Am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben hyperkritische Historiker (wie Julius Strnadt) behauptet: Die alten Quellen sind eigentlich keine historisch zuverlässigen Dokumente, sondern fromme Berichte, denen man keine Erkenntniskraft schenken braucht oder soll; mit dieser Methode haben sie dekretiert, dass nicht sein kann, was nicht sein darf; sie haben die Existenz des christlichen Martyrers FLORIAN ins Reich der Legende und damit der Illusion abgeschoben und damit seine Historizität kurzweg bestritten; kurzum: es habe ihn gar nicht gegeben, er sei ein späteres Konstrukt.

Im Lauf der folgenden Jahrzehnte hat sich die Geschichtswissenschaft besonnen und darauf verständigt, dass man solche Quellen nicht einfach ignorieren darf, weil man sonst ganz vieles aus der Geschichte bzw. ihrer Erkennbarkeit streichen müsste, und dass jeder ernsthaften Religionsgeschichte damit der Boden schlichtweg entzogen wäre ...

Die Tatsache, dass die ältesten Berichte über den/die Martyrer von Lorch einer speziellen literarischen Gattung angehören (passio), kann kein Argument dafür sein, dass man den Berichten prinzipiell misstraut; man muss sie in ihrem eigenen Charakter deuten. P. Willibrord Neumüller OSB, Historiker aus dem Kloster Kremsmünster, kommt das Verdienst zu, saubere Quellenforschung über FLORIAN betrieben zu haben (auch wenn manche Details unterdessen umstritten sind). Der Befund lautet: Über Tod und Verehrungsgeschichte des FLORIAN berichtet zuerst ein Text, eine PASSIO (in zwei Fassungen, einer längeren und einer kürzeren) und ein EULOGIUM (d. h. ein Eintrag zum Todestag im Martyrologium Hieronymianum); die vorliegende Passio ist am Ende des 8. bzw. zu Beginn des 9. Jahrhunderts entstanden und handschriftlich in der ältesten Ausgabe aus dem 9. Jahrhundert auf uns überkommen.

Der Text der passio ist nicht einfach ein Bericht über Ereignisse, die stattgefunden haben; der Text ist durchwoben von biblischen Zitaten, auch von Gebeten und (besonders im zweiten Teil) von Wunderberichten.

Über die zeitgeschichtlichen Rahmenbedingungen und die Zeitumstände der Floriansvita sind wir aus einer Reihe anderer spätantiker Quellen unterrichtet, insbesondere auch über die Verfolgung von Christen unter der Herrschaft des Kaisers Diokletian, die ab 303 zur größten und schwersten Christenverfolgung wurde. Zu den Lebensumständen im Donauraum am Ende des 3. Jahrhunderts gibt es Belege und Ausgrabungen, gerade auch aus dem Umfeld von Enns, freilich nicht allzu zahreich.

2. Zum Martyrium des FLORIAN

Als harter Kern aus der Verfolgung von Christen in dieser Gegend und zum konkreten Martyrium der Lorcher Blutzeugen lässt sich festhalten: nach dem vierten kaiserlichen Erlass zur Verfolgung von Christen von Februar oder März 304 zielte das Unterfangen der Verfolgung auf alle Christen; Opferzwang für alle (Verdächtigen) wurde verordnet; im Fall der Verweigerung drohten Folter und Hinrichtung.

In diese Prozedur gehört auch die Verfolgung des FLORIANUS. Über ihn muss man bündig konstatieren: "Er ist der einzige namentlich bekannte und historisch fassbare Martyrer Österreichs aus frühchristlicher Zeit" (R. Harreither). In dieser Glaubensauseinandersetzung ist auch er zum Opfer geworden; und nicht er allein: Gefährten im Glauben erlitten hier in Lauriacum ein ähnliches Schicksal … Mit der einem Historiker eigenen Vorsicht formuliert Harreither weiter: "vermutlich im Jahr 304 wurde er (FLORIAN) in Lauriacum wegen seines Glaubens mit einem Stein um den Hals in den Fluss gestürzt."

Im Text der Passio finden sich einige Angaben, die auf eine alte Traditionsquelle schließen lassen; Fachtermini weisen auf die spätrömische Zeit zurück; im 8./9. Jahrhundert waren sie nicht mehr aktuell. FLORIAN wird als EX PRINCIPE OFFICII PRAESIDIS, als ehemaliger Vorstand der zivilen Statthalterkanzlei, bezeichnet. Über seine Herkunft und sein Alter werden keine Angaben gemacht; der Verweis auf CETIUM/St. Pölten, woher er zu den Glaubensbrüdern nach Lauriacum kommt, bedeutet nicht notwendigerweise, dass diese Stadt als sein Wohnort angenommen werden muss. Auch an eine stufenweise Verfolgung (mit einer vorausgehenden Zwangspensionierung FLORIANS) muss nicht begründeterweise geglaubt werden.

FLORIANS Schicksalsgang beginnt mit der Begegnung mit den Brüdern auf der Brücke und der folgenden Festnahme, bei der sich FLORIAN sogleich als Christ zu erkennen gibt (auch ich bin ein Christ). Er geht - so heißt es weiter - auf den Vorschlag eines Scheinopfers nicht ein (ist also nicht Willens es sich zu richten); daraufhin lässt ihn der Praeses Aquilinus foltern und schließlich zum Tode verurteilen; als Todesart wurde Ertränken angeordnet; am 4. Mai 304 wurde FLORIANUS - nach dieser Tradition - mit einem Stein um den Hals von der Brücke aus in den Fluss gestoßen. Der Hinweis darauf, dass ihm die Augen brachen, mag man auf das Sterben des Heiligen beziehen; es kann aber auch - wenn man es als legendäre Spur ansieht - auf den jungen Mann bezogen werden, von dem die passio berichtet, dass er FLORIANUS in Wut und Ungeduld von der Brücke und somit in den Tod gestoßen hat; die gebrochenen Augen sind dann ein Sinnbild für die gehässige Verblendung.

Die Gespräche des FLORIAN in der Passio mit seinen Freunden und die Dialoge mit Aquilinus können natürlich nicht als Aussagen im Sinn eines Tonbandprotokolls verstanden werden; der darin dokumentierte Glaube und Mut, die Motivation aus der Bibel und die Entschiedenheit bis in den Tod können aber sehr wohl in dieser Sprachgestalt akzeptiert werden; es kommt nicht auf die einzelnen Sätze an, sondern auf die konsequente Haltung, die sich so dokumentiert.

Die Fachhistoriker gehen davon aus, dass in den vorliegenden ältesten Texten (Passio, Eulogium) ein spätantiker, nicht mehr erhaltener Bericht über das Martyrium des FLORIANUS enthalten ist, und dass diesen Aussagen darum ein hoher Grad an Zuverlässigkeit attestiert werden kann.

3. Schicksal nach dem Tod

Von anderem Wirklichkeitsgehalt scheinen die in der Passio tradierten Angaben über die Auffindung des Leichnams, seine Überführung und die (erste) Bestattung zu sein. Hier ist die Rede davon, dass der Leichnam des Heiligen an einem Felsen angespült wurde; der Absicht des verfolgenden Machthabers war somit kein Erfolg beschieden: durch die Art des Martyriums (Ersäufen mit Hilfe eines Steins) sollte ja ein Kult um den Toten unterbunden werden; die Spur des Geschehens konnte aber nicht wirklich verwischt werden; FLORIAN wurde zwar ertränkt, er ist aber trotzdem nicht in der Vergessenheit versunken (K. Rehberger).

Und hier hebt etwas wie eine legendenhafte Ausformulierung einer Vorstellung an: FLORIAN erscheint in einem Traum einer Witwe (Valeria), die sich beeilt, den Leichnam (der von einem Adler bewacht wird) im Geheimen zu holen und ihn in einigem Abstand vom Ort der Marter zu bestatten. Am Weg geschehen die ersten Wunder: die Tiere, die das Fuhrwerk ziehen, ermüden und können nicht weiter; da entspringen Quellen; und durch die Hilfe des Heiligen (und das Wasser) gestärkt erreichen sie den Ort, wo FLORIAN in Eile bestattet wird. Die Quellen sollten in der weiteren Floriansgeschichte eine große Wirksamkeit entfalten und eine beträchtliche Rolle spielen (besonders die in/an der späteren Kirche St. Johann im Ort St. Florian).

Ob FLORIAN tatsächlich (an dem Ort) bestattet wurde, der über Jahrhunderte als der Platz des ersten Begräbnisses angesehen wurde (und an dem sich - so wird tradiert - ein Friedhof mit einer Kirche, und hier allmählich mit einer Priestergemeinschaft ein Kloster entwickelt hat), wird von Historikern einerseits bejaht, anderseits bestritten. Harreither kommentiert den Befund so, dass er die gegensätzlichen Annahmen bestehen lässt: "Aus den vorhandenen historischen Befunden und den Ergebnissen der archäologischen Grabungen in der Gruft der heutigen barocken Stiftskirche lässt sich derzeit eine dortige Beisetzung Florians weder bestätigen noch sicher ausschließen."

Für die Annahme, dass der eventuell angeschwemmte Leichnam an dem besagten Ort zur Ruhe gebettet wurde, könnte sprechen, dass in der etwas abgelegenen hügeligen Waldgegend (in einiger Entfernung von Lauriacum, jedenfalls südlich der Donau) eine versteckte Christensiedlung bestanden haben könnte (auch wenn dafür noch nicht genug Belege von Ausgrabungen vorliegen).

Da über eine konkrete Gründung eines Klosters an dieser Stelle keine schriftlichen Quellen vorliegen, kann man der (mündlichen) Tradition Glauben schenken, dass das Kloster auf eine in die Spätantike zurückgehende Verehrung am Grab des FLORIAN zurückzuführen ist. Eine ganz alte schriftliche Notiz, die das Kloster mit dem Lorcher Blutzeugen in Verbindung bringt, ist eine Urkunde (Kremsmünster betreffend), die im Jahr 888 ad monasterium sancti Floriani martyris ausgestellt wurde.

Über den Verbleib der Reliquien inmitten des Klosters gibt es keine Nachrichten, ebensowenig aber auch über einen allfälligen Abtransport. Daraus ist verstehbar, dass man hierorts durch die Zeiten hin davon ausging, dass die Kirche über dem Grab des Heiligen errichtet ist, auch wenn allfällige Grabungen und Nachforschungen (etwa unter Kaiser Maximilian I., wie auch in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts) keine Beweise erbringen konnten; aber es ist doch die markante Tatsache belegt, dass trotz des Mangels an nachweislich vorweisbaren Reliquien ein bedeutender FLORIANSKULT auf hohem liturgischem und spirituellem Niveau feststellbar ist. Man verehrt ihn, auch wenn/obwohl er gar nicht (mehr) da ist ...

Als 1071 durch den Passauer Bischof Altmann Augustiner Chorherren an dieses Kloster gerufen wurden, übernahmen und belebten sie die tradierte Verehrung und begründeten ein bald florierendes Pilger- und Wallfahrerwesen zu dieser Kirche. 1235 brannte die romanische Kirche ab; nach einer turbulenten Wiederaufbauzeit wurde 1291 die gotische Kirche geweiht (die schon das beträchtliche Ausmaß der späteren Barockkirche hatte!). In der Kirchweihchronik von 1291 wird auf die Vorgeschichte der Wallfahrtstradition zum Hl. FLORIAN verwiesen und ausdrücklich betont, dass bei der Wasserquelle und beim Grab des Heiligen viele Pilger auf wunderbare Weise Heilung gefunden haben.

Das Grab mit Gebeinen des FLORIANUS ist also in unserem St. Florian nicht vorzeigbar. Ein Kult im Zusammenhang mit seinem Namen und Zeugnis war aber stets präsent und wurde und wird immer wieder neu belebt. Der barocke Neubau von Kirche und Kloster (ab 1686) hängt ja ganz unmittelbar mit der Florianverehrung des Herrscherhauses der Habsburger zusammen, mit seiner Hilfe bei der Überwindung der Gefahren aus dem Osten, d. h. durch die Türken.

Die Verehrung von Heiligen und Heroen ist oft an handfesten Belegstücken (wie Reliquien, d. h. zunächst Knochen, dann aber auch anderen Nachlassstücken) interessiert und orientiert. Derartige tote Gegenstände können aber im Zusammenhang mit dem Fortwirken von Heiligen nicht das wirklich entscheidende Argument sein, sondern nur ein Erinnerungs- und Verweisstück, also ein Zeichen.
Die lebendige Tradition von einer Generation auf die nächste ist allemal ein überzeugenderes Argument: Heilige leben weniger in ihren Reliquien als in der Pflege des Erinnerungs- und Gebetskultes fort; das gilt gerade auch beim Hl. FLORIAN.

4. Verehrung

Vor allem das Mittelalter pflegte freilich (zum Teil) einen extensiven Kult und Handel mit Reliquien; ein Ort galt dann als besonders glaub-würdig, wenn viele Reliquien (d. h. Knochenpartikel) und andere Heiltümer vorgewiesen werden konnten. Es ist nachvollziehbar, dass unter solchen Umständen nicht mehr klar in Evidenz war (und später auch nicht mehr geklärt werden konnte), wo es sich um tatsächliche Relikte einer christlichen Persönlichkeit aus früheren Jahrhunderten handelte und wo nicht, wo Verwechslungen eingetreten sind (z. B. bei Heiligen mit gleichem Namen) usw.

Wenn an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Gegenden bis in unsere Zeit Reliquien eines Heiligen ausgestellt sind, besagt das fürs Erste einiges über die Ausbreitung und Intensität einer Verehrung. Aus der Mitte des 6. Jahrhunderts gibt es Hinweise auf Reliquien eines FLORIANUS in Ravenna; aber es ist nicht geklärt, ob es derselbe ist wie der aus Lauriacum. In Oberitalien bzw. im oberadriatischen Raum lässt sich eine weit zurückreichende Verehrung des FLORIAN feststellen, der mit dem identisch ist, der bei uns am 4. Mai gefeiert wird.

Das erlaubt die Hypothese, dass die aus dem Limesgebiet Noricums abziehenden Romanen diese sterblichen Überreste ihrer Heiligen in den Süden mitgenommen haben (vom Hl. Severin ist dies verbürgt). Wie neuere Untersuchungen besonders in Karnien belegen, gibt es einen sehr alten beweisstarken Verehrungsstrang FLORIANS in dieser Gegend, d. h. im ehemaligen Patriarchat Aquileja (bis hinein nach Slowenien). Möglicherweise hat das zu tun mit Floriansreliquien, die in Vicenza (der alten Kirche S. Fortunato e Hermagora) zu sehen sind; auch in der Nähe von Verona gibt es Reliquien (in San Floriano al Valpolicella). Ein in Santo Stefano in Bologna verehrtes Haupt eines FLORIAN scheint auf einen Heiligen des 6. Jahrhunderts angemessener bezogen als auf den Lorcher Martyrer.

Am meisten Beachtung finden (angebliche) Reliquien FLORIANS in Krakau; ihr Weg dorthin (1184) wird eher legendenhaft ausgeschmückt (insbesondere die Willensbekundung des Heiligen selbst, er wolle (von San Lorenzo in Rom) nach Krakau gehen).

Von den Krakauer Gebeinen wurden Partikel in verschiedene Länder und Florian-Gedenkstätten gebracht: 1736 erlangte Propst Georg Wiesmayr von St. Florian ein Knochenfragment, ebenso auch der derzeitige Propst Wilhelm Neuwirth (im Jahr 1977). In letzter Zeit kamen kleine Partikel z.B. auch zur neuen Florianskirche in Aigen im Ennstal und zur sehr alten Pieve San Floriano in Illegio bei Tolmezzo. Auch an die Basilika von Lorch verbrachte der spätere Papst Johannes Paul II., der früher Pfarrer an der Floriankirche in Krakau war, eine Florianreliquie.

Lorch birgt freilich inmitten des Altares der Basilika einen wesentlich umfassenderen Glaubensschatz: in einem Steintrog sind die Gebeine von fast 40 Menschen, die man zu Recht - zusammen mit FLORIANUS - als ersten Patron der Diözese Linz verehrt; es sind mit hoher Wahrscheinlichkeit also die Gebeine jener Männer, die gemäß der passio im Kerker von Lauriacum zugrunde gingen.

Reliquien von Heiligen sind hoffentlich nicht Fetische, die der eigentlichen Beachtung und Bewunderung von besonderen Menschen eher im Wege stehen als sie attraktiv machen. Sie können nur dienenden Charakter haben, eine Hilfe sein, das eigentliche Zeugnis und die wirkliche Intention zu stützen und zu bekräftigen.

Ob wir den historischen FLORIAN (bzw. was von ihm (vielleicht) geblieben ist) in der Verehrung wirklich präsent haben (und wo auch immer), kann nicht die letzte Frage sein; es bedeutet darum auch keine Erschütterung des Glaubens, wenn der Historiker nüchtern resümiert: "Das Problem um den Verbleib der Reliquien Florians wird sich vielleicht restlos nie klären lassen" (R. Harreither).

5. Die Patronate

Eine letzte Reflexion gilt (in aller Kürze) jetzt noch den Patronaten bzw. Zuständigkeiten, die FLORIAN im Lauf der Tradition zugedacht, zugesprochen und damit zugebetet wurden.

Natürlich bleibt das Zeugnis eines athleta Christi, des für Christus und in seiner Gefolgschaft Kämpfenden, des sich für den Glauben Opfernden der stabile und durchtragende Kern der Verehrung des frühchristlichen Martyrers. Der Christ, der mit flammender Begeisterung, mit Feuereifer sich für den Glauben, für Christus und seine Kameraden einsetzt, ja der mutig in den Tod geht, gilt als bewundernswertes Vorbild für Christsein in schwierigen Zeiten (wie z. B. im Mittelalter).

Da FLORIAN - gemäß der in der Passio tradierten Interpretation - unerschrocken der Wirklichkeit des Martyriums entgegengeblickt hat, wurde er im hohen Mittelalter zu jenen Nothelfern gerechnet, die Beistand in der Stunde des Todes gewähren: er vermöchte zu helfen - so glaubt man -, um die Flammen der Laster und des schlechten Gewissens zu löschen und den Seelen angesichts der Höllenflammen Trost und Hilfe verschaffen. So wurde FLORIAN zu einem gern verehrten Patron um einen guten Tod.

Natürlich haben seine Einsatz- und Kampfbereitschaft auch auf die Religiosität der kriegerischen Zeiten abgefärbt. In vielen Figuren und Darstellungen des Spätmittelalters (z. B. beim Schreinwächter des Kefermarkter Altars) erscheint der Heilige als tapferer Streiter im Kampf, als Krieger (obwohl er in Wirklichkeit möglicherweise kein Soldat war). Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts wuchs ihm aber - in der Reihe der klassischen (14) Nothelfer - zumindest in unserer Gegend - ein spezielles Patronat zu: er ist der zuständige Gottesmann, der in den Gefährdungen durch Feuer und Wasser zu Hilfe gerufen wird.
Er bekommt als markantes und singuläres Attribut das Wasserschaff: das Hilfsmittel, um die alltäglich drohenden Gefahren zu bekämpfen. Seine Darstellung am Haussegen, im Herrgottswinkel, an den Hausmauern und das Gebet zu ihm wurden zum Zufluchtsort um Sicherheit. Floriansverehrung bedeutet(e) so etwas wie eine Vergewisserung (um nicht zu sagen Versicherung) bei einer überirdischen Instanz. FLORIAN fand Eingang und einen vorrangigen Platz in der Patronanz von Notfalls-Organisationen, insbesondere der Feuerwehren; derartige globale Verehrung bescherte mit der Zeit auch Abnützungserscheinungen, d. h. Tendenzen zum billigen Glauben, ja zum Aberglauben.

Recht verstanden aber bleibt das Zeugnis des Lorcher Heiligen unverbraucht, auch dann, wenn es Tendenzen zu einem Klischee geben sollte.
Mögen ihn unterschiedliche Berufsgruppen (früher sprach man von Zünften) für sich als Schutzpatron verehren und in Anspruch nehmen (z. B. auch die Rauchfangkehrer, die Fassbinder, die Bierbrauer usw.): Wichtig bleibt, dass er ein Mann des Mutes im Glauben und aus dem Glauben ist, auch ein Normalchrist, der nicht auf das Außergewöhnliche aus ist, der aber das Gewöhnliche außerordentlich gut und zuverlässig verrichten möchte .. Er lebt in Christi Nachfolge; das wirkt sich aus!

Heilige sind Vorbilder, aber nicht abgehoben von der Erde, sondern mit Bodenhaftung. Sie sind Vorboten einer anderen Welt (im Hüben und im Drüben) - sosehr sie auch Kinder dieser Welt waren.

Wir müssen nicht viele einzelne Details über FLORIAN wissen. Das eine Notwendige genügt: er hat den Glauben ernst genommen, damit auch das Menschsein im Sinne Jesu; und er hat (zusammen mit anderen) seine Überzeugung konsequent gelebt, - auch angesichts des Martyriums; sein Motto könnte man vielleicht so beschreiben: An das Leben glauben - auch angesichts des Todes.

3. Kurze Zusammenfassung

In ein paar Stichworten folgt ein Resümee, das den Befund markiert; und dann mit ganz kurzen Worten eine Deutung - die dem Historiker auch zusteht ...
(Es soll festgehalten werden, was vertretbar über den historischen FLORIAN gesagt werden kann - ohne dass wir uns mit diesen Behauptungen lächerlich machen und ohne dass wir uns der historischen Leichtfertigkeit zeihen lassen müssen):

1. Florianus ist der einzige namentlich bekannte und historisch fassbare Martyrer Österreichs aus frühchristlicher Zeit.

2. Die Quellen belegen seinen gewaltsamen Tod in der Verfolgung unter den Kaisern Diokletian und Maximian, als Aquilinus Ziviler Statthalter in Ufernoricum war.

3. Die ältesten Texte berichten dann das Folgende: Florianus gesellte sich mutig zu den anderen Christen und bekundete freimütig: Auch ich bin ein Christ; das brachte ihn - den ex principe officii praesidis, den ehemaligen Kanzleivorstand des Statthalters - vor die Pflicht, den vorgeschriebenen Kaiserkult zu vollziehen. Das aber war für Christen wie FLORIAN und seine Gefährten nicht vollziehbar. Als FLORIANUS von seiner Haltung nicht abzubringen war, wurde er gemartert und schließlich zum Tod verurteilt: Am 4. Mai 304 wurde er mit einem Stein um den Hals von der Brücke aus in die Enns gestürzt.

4. In legendenhafter Sprache berichten die frühen Texte von der Auffindung seines Leichnams, von seiner Bestattung durch eine Witwe namens Valeria. An seiner Grabesstätte entstand eine Wallfahrtstradition - die fortdauerte, auch wenn/als Reliquien des Heiligen nicht (mehr) nachweisbar waren.
Als Ort der ersten Begräbnisstätte wird jener Platz angenommen, an dem heute die Kirche des Stifts steht, das seinen Namen trägt und an dem über die Jahrhunderte hinweg der Florianskult hochgehalten wird.

5. Reliquien des/eines FLORIANUS gibt es an verschiedenen Orten. Die Verehrung in Oberitalien (Modena, Mailand, Vicenza, Jesi usw.) beruft sich auf den FLORIAN aus Lorch mit dem Festdatum 4. 5. Die Verehrung von FLORIAN in Polen (Krakau) hat eine eigene Traditions- und Begründungsgeschichte.

6. In Österreich bzw. im Herrschaftsbereich der Habsburger hatte Florianverehrung nicht nur eine volkstümliche Tradition, sondern auch eine politische Funktion: Vom Herrscherhaus wurde Florian als Schutzpatron gegen andrängende Gefahren (besonders aus dem Osten, Türkengefahr) angerufen.

7. Die Zuweisung und Zuschreibung von Patronaten an den Hl. FLORIAN hat eine historische Wandlung erfahren: Vom heiligen Kämpfer um des Glaubens Willen wurde er (im Mittelalter) zum Beistand für ein gutes Sterben. Seit dem 15. Jahrhundert wird sein Patronat in Feuer- und Wassergefahren immer deutlicher und populärer.

8. FLORIANUS und mit ihm die Gruppe der Lorcher Martyrer stellen eine provokante Botschaft dar, die nicht sofort in allem verständlich, schlüssig und eingängig ist; es gibt immer ein Ja-aber:


Durch den Stein, mit dem er versenkt wurde, sollten die Erinnerung und Verehrung verhindert werden: es kam aber ganz anders.
Seine Reliquien konnten bzw. können an seiner ersten Begräbnisstätte nicht vorgewiesen bzw. zur Berührung vorgelegt werden: und doch hat sich ein lebendiger Kult entwickelt und erhalten.
Die historische Existenz FLORIANS wurde von der Wissenschaft (sogar) bestritten: und doch gilt er heute (zu Recht) als der Vorzeigechrist unserer Gegend aus alter Zeit.
Sein Bild drohte in einem Klischee unterzugehen und zu erstarren: und doch lebt er mit neuen Sinnzeichen und Symbolen wieder auf!

9. Provokant soll in zwei Worten ein Anstoß zum Nachdenken gegeben werden: FLORIANS Zeugnis ist ein positives Nein.

Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Reisinger, Stiftsdechant von St. Florian

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